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SICHERUNG

Tierschutzhunde kennen die meisten Sachen die für uns oder andere Hunde normal sind nicht und müssen sich erst an alle neuen Umweltreize gewöhnen. Beispielsweise die vielen neue Geräusche und Gerüche. Sie bedeuten für die Hunde zunächst eine ungewohnte Reizüberflutung. Dabei kann es zu Stresssituationen und Angstreaktionen beim Hund kommen.

 

Man kann anfangs nie einschätzen, welche Situation genau einen Hund dabei aus dem Konzept bringen kann und wie stark seine Reaktion ausfällt. Schon ein herabfallender Gegenstand kann unerwartet selbst bei dem freundlichsten und neugierigsten Hund plötzliche eine Panikreaktionen hervorrufen. Ein Mensch mit Motorradhelm oder schweren Einkaufstüten, Fahrradfahrer, ein unerwartetes Klingeln, Rufen, Quietschen, eine vorbei wehende Plastiktüte…

 

Viel zu schnell kann der Hund aus seinem Geschirr oder dem Halsband schlüpfen. In sekundenschnelle kann er sich, wie ein Entfesselungskünstler, befreien und loslaufen.

Auch wenn man schnell eine vertrauensvolle Bindung zum Hund aufbaut und sich dieser scheinbar sehr an einem orientiert, bei einem Schutz sucht oder schon auf Abruf reagiert. Darauf, dass der Hund dies in einer für ihn extremen Situation auch abrufen kann und wird, darf man nicht vertrauen! Welche Situation genau und individuell für den Hund auf einmal extrem sein kann, können wir Menschen in den ersten Wochen, in denen so vieles noch neu für den Hund ist, nicht vorausahnen.

Um die daraus entstehnde Gefahr zu vermeiden, ist die doppelte Sicherung des Hundes im Freien so wichtig. Für mindestens die ersten 4 Wochen nach Ankunft im neuen zu Hause! Natürlich ist es vom Verhalten des Hundes abhängig, ob man die doppelte Sicherung noch länger nutzt, um dem Hund Sicherheit zu bieten.

doppelte Sicherung?

 

1. Sicherheitsgeschirr. Dieses verfügt im Vergleich zu normalen Geschirren über drei Gurte. Der erste Gurt wird um den Hals angelegt, der zweite um den Brustkorb und der dritte schließt hinter dem Brustkorb ab. Aus solchen Geschirren ist es viel schwieriger für den Hund, sich z.B. rückwärts herauszuwinden und zu entwischen. Am Sicherheitsgeschirr wird die Leine angebracht, über die der Hund geführt wird.

 

 

2. Retrieverleine oder ein gut sitzendes, breites Halsband mit einer zusätzlichen Leine. Insbesondere zur Sicherung in der Anfangszeit und als Schutz bei unerwarteten Panikreaktionen, ist die Retrieverleine zu empfehlen. Sie bietet ein integriertes Halsband, das ganz genau auf den Halsumfang des Hundes angepasst werden kann. Sobald stärkerer Zug auf die Leine kommt, kann es sich wie eine Schlinge weiterzuziehen. Vor einem Entwischen des Hundes in einer Panikreaktion wird hiermit größtmöglicher Schutz geboten.

 

No go Flexileine

 

Eine Flexileine mag in manchen Fällen sehr praktisch sein. Bei einem Hund aus dem Tierschutz ist sie aber absolut nicht angebracht. Sie stellt keine ausreichende Form der Sicherung dar und ist sowohl für das Leinentraining als auch für Hundebegegnungen ungeeignet. Es entsteht ein lautes Geräusch, wenn dem Adoptanten das Handstück aus der Hand fällt, der Hund rennt daraufhin weg oder springt zur Seite, dann klappert das Handstück hinter dem Hund her, was noch mehr Panik verursacht.

 

Bei sehr ängstlichen Hunden passiert es so, dass sie vor einem Geräusch flüchten möchten, sie aber durchgehend von diesem verfolgt und nahezu getrieben werden, denn sie werden die Leine und das klappernde Handstück ja nicht los auf ihrer Flucht. Nicht selten rennen Hunde in solchen Momenten vollkommen panisch und kopflos Richtung Straßen oder Gleise und bekommen um sich herum gar nichts mehr mit. Die Gefahr, die in solchen Momenten von einer herunterfallenden Flexileine ausgeht ist keinesfalls überzogen, sondern absolut ernst zu nehmen!!

 

gibt es doch

 

 

Jeder noch so gut erzogene Hund kann in eine Situation kommen, in der er aus Angst oder aufgrund seiner Instinkte seinen eigene Weg geht. Hierfür hilft natürlich die Chipnummer aber dafür muss das Tier erstmal gefunden werden. Zum Glück gibt es mittlerweile sehr gute GPS-Tacker, die man den Hunden anlegen kann. Im Falle eines Entlaufens bieten diese die Möglichkeit, den Hund schnellstmöglich per App wiederzufinden, wo ansonsten keine Chance bestünde, zu erraten, wohin der Hund gelaufen ist und wo man ihn wieder sichern kann. Gerade in der Anfangszeit oder wenn die ersten Versuche ohne Leine im Freilauf gewagt werden, bieten sie einen sehr guten zusätzlichen Schutz.

Keine schlechte Erfindung wenn man bedenkt, dass in Deutschland 100.000 Tiere jährlich verloren gehen.

 

 

Sollte es dennoch tatsächlich dazu kommen, dass Dein Hund – wie auch immer – entläuft, informier bitte sofort

 

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