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ANKUNFT von tierschutzhunden

Unsere Hunde aus dem Auslandstierschutz haben, vor Ihrem Start ins neue Leben, einen langen Transport vor sich.

Die Reise der Hunde ist mit viel Aufregung und Anspannung verbunden. Die meisten von ihnen kommen in der Regel das erste Mal in ein Fahrzeug und wissen gar nicht wie ihnen geschieht. Das Transportunternehmen mit dem wir zusammen arbeiten ist auf den Transport von Tieren spezialisiert, es gibt Vorgaben für die Ausstattung des Fahrzeugs und es findet eine Versorgung unterwegs statt, dennoch stellt der Transport eine sehr stressige Situation für die Hunde dar. Diese befinden sind in Transportboxen oder –Käfigen und werden neben- und übereinander gereiht. Dadurch hören, riechen und sehen sich die Hunde gegenseitig für die nächsten mindestens 24 Stunden.

 

Unterwegs werden Stopps eingelegt, um den Hunden frisches Wasser und Futter zu geben, sie bleiben aber die komplette Zeit in ihren Boxen im Fahrzeug. Die Gefahr ist einfach zu groß, einen Hund an einer Raststätte zu verlieren weil dieser sich vor Panik losreißt oder aus Geschirr und Halsband windet.

 

Sicherheit

 

Am Zielort angekommen werden die Hunde von ihren Adoptanten oder Pflegestellen entgegen genommen. Dabei sollte wirklich darauf geachtet werden, dass die Hunde mit einem Halsband und einem Geschirr plus zwei Leinen doppelt gesichert werden. Niemand kann einschätzen wie die Hunde nach dem langen Transport und in völlig fremder Umgebung reagieren.

 

Ein panischer Hund kann sich in wenigen Sekunden aus einem normalen Halsband befreien. Daher ist eine doppelte Sicherung hier obligatorisch! Bitte zu diesem Zeitpunkt niemals eine Flexileine nutzen, da sie viel zu unsicher ist und Panik erregt, sollte einem das Handstück auf den Boden fallen.

 

 

am Treffpunkt

Der Moment, wenn das neue Familienmitglied ankommt und die Transportbox verlässt ist magisch und etwas ganz besonderes. Die Adoptanten sind gespannt und die Hunde? Die schauen sich mit großen Augen um und verstehen noch nicht ganz, dass sie endlich in einem neuen Leben, einem für immer zu Hause angekommen sind.

 

Es gibt die Hunde, die springen aus der Box nach dem Motto "Hallo, hier bin ich, was machen wir?" und dann gibt es die vorsichtigeren Hunde, die etwas langsamer in ihre neue Zukunft starten. Jeder Hund steckt die Aufregung des Transports unterschiedlich weg und benötigt mehr oder weniger Zeit um Vertrauen zu seiner neuen Familie aufzubauen. Es ist immer gut erst einmal in die Hocke zu gehen und langsam Kontakt aufzunehmen. Welpen und kleine Hunde fühlen sich oft auf dem Arm wohler und beobachten von dort aus die Situation. Die Hunde sind es in der Regel nicht gewohnt an die Leine genommen zu werden, man muss ihnen also achtsam zeigen wohin man sie führen möchte.

 

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zu Hause

 

Grundsätzlich sollte man die Abholsituation so kurz wie möglich halten und den Hund in das sichere Auto bringen. Es ist absolut davon abzuraten mit dem Hund zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause zu fahren. Egal, wie kurz der Weg ist. Wer kein eigenes Auto hat muss sich eins ausleihen oder Freunde und Familie um Unterstützung bitten.

 

Im Auto sollte man verschiedene Transportmöglichkeiten vorbereitet haben. Das kann eine Decke oder Transportbox im Kofferraum oder auf dem Rücksitz sein. Viele Hunde haben nach dem langen Transport ein Problem damit wieder in eine Box oder einen Käfig zu steigen, daher ist es gut einen Anschnallgurt für den Hund zu besorgen, mit dem man diesen auf dem Rücksitz sichern kann. Ein Familienmitglied sollte sich zu dem Hund setzen und diesen während der Fahrt beruhigen oder einfach nur da sein. Kleinen Hunden und Welpen hilft es sie auf den Schoß zu nehmen.

 

Bewusstsein

 

Es versteht sich hoffentlich von selbst, dass man Klamotten anzieht, die dreckig werden dürfen. Auch das Auto sollte mit Decken und Handtüchern ausgelegt werden, wenn man Angst vor Dreck hat.

 

Die Hunde kommen direkt aus den Tierheimen, koten und nässen sich in ihren Transportboxen ein und riechen und sehen dementsprechend aus. Ängstliche und Unsichere Hunde verlieren auch bei der Begrüßung der neuen Besitzer oder dem Hochheben ins Auto noch ein wenig Pipi. Darauf sollte man auf jeden Fall vorbereitet sein und mit einer gewissen Gelassenheit an diese Situation gehen. Klamotten und Decken können wieder gewaschen und der Hund nach einigen Tagen gebadet werden.

 

 

allein

 

Die Situation an der Abholung ist stressig und aufregend, das sollte man immer im Hinterkopf behalten. Es macht daher keinen Sinn seinen Ersthund oder die ganze Familie mitzubringen. Es ist wichtig, dass sich der Ersthund und der neue Schützling auf möglichst neutralem Boden kennenlernen, da die Zusammenführung dann weniger Konfliktpotenzial beinhaltet. Der Ort der Abholung ist allerdings meist nicht geeignet dafür. Vor allem, wenn man nach wenigen Minuten gemeinsam in dasselbe Auto steigt würde es zu einer viel zu engen Situation zwischen beiden kommen.

 

Daher ist es zu empfehlen den neuen Hund abzuholen und nach Hause zu fahren. Dort kann man eine nah gelegene ruhige Wiese aufsuchen und die Hunde vorsichtig zusammenführen. Bei entspannten Ersthunden kann die Zusammenführung auch im Garten stattfinden. Die Besitzer sollten darauf achten selbst gelassen und ruhig zu sein und keine Anspannung (zum Beispiel über einen Zug auf der Leine oder Maßregelungen) in die Situation zu bringen. Die Zusammenführung sollte ohne Druck ablaufen.

 

Bei der Zusammenführung müssen sich die Hunde nicht unbedingt beschnüffeln, wenn sie das nicht möchten. Man kann auch in einigen Metern Abstand verweilen und sich langsam im Kreis bewegen, so dass die Hunde die Markierungen und Duftstoffe gegenseitig aufnehmen können. Je nachdem wie neugierig oder schüchtern der neue Hund ist kann dieser erster kleine Spaziergang, bzw. die Zusammenführung wenige Minuten bis eine halbe Stunde dauern. Danach sollte man den gemeinsamen Weg in das gemeinsame zu Hause antreten. Dort wurde besser schon im Vorfeld alles entfernt, was potentiell Streit auslöst, wie zum Beispiel; Spielzeuge, Kauknochen, Futternapf, eventuell auch Körbchen. Dann kann die Erkundungstour beginnen.

 

Hinweis: diese Art der Zusammenführung ist für Ersthunde geeignet, die grundsätzlich verträglich mit Artgenossen sind und die es kennen, dass Hunde zu Besuch kommen. Ist der Ersthund solche Situationen nicht gewöhnt, dann sollte sie vor Ankunft des neuen Schützlings getestet werden.

 

neues zu Hause

 

Angekommen im neuen zu Hause sollte darauf geachtet werden, dass die Leinen erst abgenommen werden, wenn alle Türen und Fenster verschlossen sind. Es sind leider auch schon Hunde aus offenen Fenstern gesprungen. Sofern alles sicher ist kann der Hund das neue Zuhause entspannt erkunden. Dabei ist es gut ihn einfach mal machen zu lassen. Man selbst kann sich eine Tasse Kaffee oder Tee machen und ganz entspannt auf den Boden setzen, so fällt die Kontaktaufnahme leichter. Für den neuen Schützling ist natürlich ein eigener Wassernapf und ein Körbchen vorbereitet. Wenn die erste Erkundungstour gemacht wurde, dann heißt es erst einmal: Ruhe einkehren lassen und entspannt den Alltag verfolgen. Dabei kann man dem Hund einen Kauknochen oder etwas Futter anbieten.

 

Für die Hunde ist es sehr entspannend, wenn die Adoptanten ihren alltäglichen Aufgaben nachgehen und nicht die ganze Zeit vor dem Hund sitzen und ihn erwartungsvoll ansehen. Zwischendurch kann man sich immer mal wieder auf den Boden setzen und den Hund zu einem locken. Der Hund entscheidet selbst, ob er in diesem Moment Kontakt haben möchte oder nicht. Sollte er kommen, kann man ein kleines Leckerli aus der Hand anbieten oder mit langsamen und ruhigen Handbewegungen streicheln.

 

Angst

 

Sehr ängstliche Hunde werden besser noch in der Transportbox in das neue zu Hause gebracht. Dort sollte die Box an einen ruhigen Ort gestellt werden. Wenn es sich um einen Käfig handelt ist es sinnvoll eine Decke über den Käfigs zu legen, damit der Hund sich geborgen fühlt, so wie in einer Höhle.

Nun kann man die Tür der Box oder des Käfigs öffnen und auch geöffnet lassen. Der Hund soll selbst entscheiden können ob und wann er aus der Box kommen möchte. Manchmal dauert es einige Tage bis die Hunde sich aus der Box heraus trauen. Oftmals passiert das dann in der Nacht, wenn sie sich unbeobachtet fühlen.

Futter und Wasser anbieten.

 

Als Mensch kann man gerne Leckerli in die Box legen, wenn man daran vorbei geht oder ein paar freundliche Worte sagen. Wichtig ist, dass man keinen Druck bei dem ängstlichen Hund erzeugt. Der Hund muss weder Leckerlis aus der Hand nehmen, noch sich in der Box streicheln lassen. Das sollte in ganz kleinen Schritten aufgebaut werden. Auch hier hilft es meist am besten, wenn man dem normalen Alltag folgt und den Hund in Ruhe ankommen lässt und ihm seine Box als seinen Rückzugsort lässt.

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